
1878 wurde in St. Veit eine Pflichtfeuerwehr gegründet. Jeder Hausbesitzer und Gewerbetreibende war verpflichtet einen Mann zu stellen oder selbst in der Feuerwehr tätig zu sein.
1880 trat man dem Landesverband bei und meldete, dass in St. Veit eine Feuerwehr mit 60 aktiven und 5 unterstützenden Mitgliedern besteht, die mit einer Handdruckpumpe und 100 Meter Hanfschlauch ausgerüstet ist.
1887 löste man die Feuerwehr stillschweigend wieder auf.
1904 erfolgte die Gründung einer Freiwilligen
Feuerwehr. Im April desselben Jahres wurde der Bau einer Spritzenhütte
zwischen dem Mesnerhaus und dem Friedhof beschlossen.
Die Feuerwehr erhielt eine fahrbare Schiebeleiter.
1905 wurde eine neue pferdebespannte Saug-Druck-Abprotzspritze
(Saug- und Druckpumpe), Gugg, um dazumal 350 Kronen gekauft. (10.000 Kronen
= 1 Schilling)
Die hölzerne Spritzenhütte mit Schlauchturm wurde gebaut.
1906 wurden die Fahnenweihe und zugleich die Eröffnung der neuen Wasserleitung mit Hydranten im Markt gefeiert.
1927 wurde eine Feuerwehr, deren Mitglieder nur Bedienstete der Heilstätte Grafenhof bzw. des Wimmgutes waren, gegründet.
1928 wurde das 50-jährige Bestehen gefeiert.
Die erst Motorspritze Type R4 wurde von der Fa. Rosenbauer zum Preis von 6600
Schilling gekauft, welche heute noch im Feuerwehrhaus steht und voll funktionsfähig
ist.
1930 konnte die "Metzgerwirtmutter" Theresia Ebster-Schwarzenberger als Fahnenmutter gewonnen werden.
1937 brach im Bäckerwirtsaal am Marktplatz ein Brand aus, der sich auf zwei weitere Gebäude ausbreitete. Beide Häuser fielen den Flammen zum Opfer, das Holzlegedach am angebauten Poschhaus konnte aber durch den Einsatz der Feuerwehr gerettet werden. Durch das beherzte Eingreifen des 20-jährigne Lechner Sepp, der über zwei Hackenleitern auf den Dachboden des Burgschweigerhauses stieg, konnte ein Bewohner vor dem Feuertod gerettet werden. Lechner Sepp wurde dafür die Lebensrettermedaille verliehen.
1940 - 1945 errichtete man eine elektrische Sirene auf dem Gemeindehaus.
1948 wurde das erste Fahrzeug, ein gebrauchter Mannschaftswagen der Marke "TATRA" mit 1680 ccm und 24 PS von der Feuerwehr Pfarrwerfen angekauft.
1952 wurde an der Stelle des alten Spritzenhauses ein neues Feuerwehrhaus mit einer Zeugwartwohnung und einem Probelokal für die Musik errichtet. (Das heutige Vereinsheim der Bauernschützen.)
1956 wurde aus US-Militärbeständen
ein alter Jeep angekauft und als Einsatzwagen mit Anhänger umgebaut.
Eine neue Saug- und Druckpumpe VW/R75 musste angeschafft werden, da die alte
Pumpe bei niedrigen Temperaturen nicht mehr funktionierte.
Die alte Fahne wurde restauriert. Theresia Ebster-Schwarzenberger wurde erneut
Fahnenmutter.
1960 kam es zur Auflösung der Betriebsfeuerwehr Grafenhof.
1964 wurde der "Bergland Landrover 109" mit Allrad und Vorbaupumpe gekauft. Dieses Fahrzeug steht heute noch als Mannschaftswagen im Dienste der Feuerwehr.
1972 kaufte die FF eine Funkfixstation und zwei Handfunkgeräte, Marke Siemens.
1974 wurde im Mai ein neues Tanklöschfahrzeug, ein Mercedes Typ 911 mit 3000 Liter Löschwasser, angeschafft.
1975 errichtete die Feuerwehr eine Zeugstätte
mit drei Stellplätzen (Anbau an das Gemeindehaus).
Drei Atemschutzgeräte, ein Dräger PA 37 und zwei DA 58, und eine
Motorsäge (Stihl) wurden angeschafft.
Die Feuerwehr St. Veit gründete zum ersten Mal eine Feuerwehrjugend.
1976 wurde das neue Feuerwehrhaus beim Gemeindehaus
feierlich eingeweiht. Im Haus wurde ein Telefonanschluss gelegt.
Ein Trennschleifer mit Benzinmotor (Stihl) wurde gekauft.
1977 kaufte die Feuerwehr eine Tauchpumpe (800 l/min).
1978 feierte man das 100-jährige Bestandsjubiläum.
1980 erweiterte man den Bestand um eine Tragkraftpumpe (Supermatic 120, Rosenbauer), einen Stromerzeuger (5kVA, Knurz) und eine dreiteilige Schiebeleiter.
1981 wurde die Feuerwehr St. Veit zur Bekämpfung
des Großbrandes der Internen Station des Krankenhauses Schwarzach und
der Pfarrkirche zu Hilfe gerufen.
Im selben Jahr wurden ein Kleinlöschfahrzeug der Marke Ford Transit 190
Allrad (KLFA), die heutige Pumpe 1, drei Atemschutzgeräte (Auer BD 73)
und braune Uniformen mit schwarzen Hosen gekauft.
1982 wurde ein Pumpenanhänger (Eigenaufbau)
in den Bestand aufgenommen.
Es kam zur Sirenensteuerung Autophon Aldo und die stille Alarmierung mit Rufempfängern
der Marke Swissphon wurde eingeführt.
1983 wurde am Schneeberg ein neues Wetterkreuz
errichtet. Seitdem wird dort jährlich eine Bergmesse gefeiert.
In der Talblicksiedlung stellte man eine Sirene auf.
Eine Motorseilwinde (Kolbrath) und ein neues Kommandofahrzeug (gebrauchter
Ford Granada, Eigenaufbau) wurden gekauft.
1984 brannte es zum ersten Mal beim Wimmbauer.
Brandursache war eine heißgelaufene Strohhexelmaschine.
Im selben Jahr brach ebenfalls beim Wimmbauer ein Garagenbrand aus.
1986 bestellte man ein modernes Tanklöschfahrzeug
vom Typ Mercedes Benz 1225 mit 250 PS. Das alte Fahrzeug konnte nach Oberösterreich
verkauft werden.
Bei den Bränden des Feuersangstadels und des Fronbauernstadels konnte
in beiden Fällen Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden.
1987 war das Jahr der großen Brandeinsätze:
In allen Fällen wurde Brandstiftung vermutet, der Täter konnte aber
niemals ausgeforscht werden.
1988 rückte die Feuerwehr zu einem Einsatz
beim Fronbauer aus. Die Brandstiftungsserie brach nicht ab. Bis zu diesem
Zeitpunkt konnten Menschen und Tiere immer gerettet werden, jetzt aber kamen
sechs Kühe, fünf Kälber, Schweine und Kleintiere im Feuer um.
Das Ganze bot ein Bild der Verwüstung.
Brandalarm beim Berggasthaus "Panoramastube" in Großarl. St.
Veit war mit einer Gruppe von 10 Leuten und dem Tanklöschfahrzeug im
Einsatz.
1990 kam es zum wiederholten Male zum Einsatz
beim Wimmbauer. Die Feuerwehren Schwarzach und St. Johann wurden um Hilfe
gebeten.
In diesem Jahr fand auch eine große Waldbrandübung nahe der Kinderalm
statt. Sämtliche Feuerwehren aus dem Salzach-Pongau sowie ein Hubschrauber
des Bundesheeres beteiligten sich an dieser Übung.
1991 kam es zu einem Brandeinsatz bei der Fa.
Stoof (Fa. Elastica) in Mitterberghütten. Es wurden von sämtlichen
Pongauer Feuerwehren Atmschutztrupps zur Brandbekämpfung angefordert.
St. Veit rückte mit 21 Mann aus.
Beim Oberklammbauer brannte das Stallgebäude - die Feuerwehren Schwarzach,
Goldegg, Lend, Dorfgastein, Hofgastein, Taxenbach und St. Johann mussten für
den Löschwassertransport ausrücken.
1992 waren wieder alle Feuerwehren aus dem
Pongau mit ihren Atemschutztrupps angefordert worden. In Bad Gastein kämpfte
man, um durch einen Innenangriff des lichterloh brennenden Hotels "Bellevue"
zu retten was noch zu retten war. St. Veit war mit 15 Mann im Einsatz.
Das alte Kommandoauto, ein Ford Taunus, wurde durch ein neues ersetzt. Ein
gebrauchter Pajero wurde angekauft und unter der Anleitung unseres Fahrmeisters
Herzog Georg zu einem modernen Einsatzfahrzeug umfunktioniert.
1993 entstanden
Sturmschäden im gesamten Gemeindegebiet.
Der gebrauchte Mitsubishi Pajero wird im Eigenaufbau zum Kommandofahrzeug
umfunktioniert.
1994 konnte die Feuerwehrjugend unter der Leitung von Hettegger Hans-Peter wieder ins Leben gerufen werden. Es sollte eine Vorbereitung auf die aktive Tätigkeit bei der Feuerwehr sein. Daneben ist auch die Kameradschaftspflege in Form von Zeltlagern, Schitagen und sonstigen gemeinsamen Aktivitäten von Bedeutung. Es wird auch laufend an Wettbewerben teilgenommen.
1995 entgleiste ein Waggon am Bahnhof Schwarzach.
Es herrschte Explosionsgefahr, jedoch konnte der Defekt mit schweren Schutzanzügen
behoben werden.
Der Stromerzeuger 1,2 kVA, ABG wurde angeschafft.
1996 kam es zur Bergung eines LKW's auf schneeglatter
Fahrbahn im Bereich Herzegg.
Im gesamten Gemeindegebiet mussten nach einem Hochwassereinsatz Aufräumungsarbeiten
und Auspumpen verschiedener Keller getätigt werden.
Richtung Kinderalm kam ein Anhänger mit einem Bagger beladen von der
Straße ab und rutschte in den Straßengraben. Der Anhänger
wurde mit dem Kran St. Johann geborgen.
Ein Computer, Feuerwehrinformationssystem, wurde installiert.
Die Leichtmetallhelme Wiener Form wurden durch die Einsatzhelme Heros II ausgetauscht
und dienen jetzt nur noch bei Paraden. Gleichtzeitig wurden orange Schutzjacken
und Sicherheitslederstiefel angeschafft.
1998 feierte die Freiwillige Feuerwehr St. Veit ihr 120-jähriges Bestehen.
1999 erweiterte die FF ihren Bestand um ein Rüstlöschfahrzeug (Mercedes 1627, Rosenbauer), ein hydraulisches Rettungsgerät (Weber), sieben Atemschutzgeräte (Auer BD 96), einen Stromerzeuger (11kVA, Rosenbauer), einen Druckbelüfter (Tempest Power Blower) und eine Tauchpumpe (800l/min).
2000 fand die OFK-Neuwahl statt. OBI Manfred
Brugger wurde zum neuen Ortsfeuerwehrkommandanten gewählt.
Eine Schleppachse zum Abtransport von Unfallfahrzeugen und eine Sirenensteuerung
Ascom MMS90 kamen neu in den Bestand.
2001 stellte die Feuerwehr am 30. April den Maibaum für die Marktgemeinde auf. Im Anschluss fand der erste Dämmerschoppen im Feuerwehrhaus statt.
2002 war die Feuerwehr St. Veit Veranstalter des 22. Landesbewerbes und 11. Landesjugendlagers. (Fotos)
2003 fanden die Feierlichkeiten zum 125-jährigen
Bestehen der Feuerwehr statt. Bei diesem Anlass wurde zugleich die neue Fahne
eingeweiht. Neuer Fähnrich ist Johann Lindenthaler, die neue Fahnenmutter
Gertie Wallner und die Patinnen sind Kathi Pirnbacher und Resi Pirnbacher.
Am 4. und 5. Juli fand zum ersten Mal ein Flohmarkt statt. Durch den großen
Erfolg wurde beschlossen, dass dieses Ereignis alle 2 Jahre wiederholt werden
sollte.
2004 wurde am 17. April das neue Kommandofahrzeug
(Mitsubishi L200, Eigenaufbau) eingeweiht. Die Weihe wurde mit einem gemeinsamen
Dämmerschoppen mit den eingeladenen Nachbarfeuerwehren im Anschluss gefeiert.
Am 28. August wurde am Schneeberg
das durch einen Blitzschlag beschädigte Gipfelkreuz
durch ein Neues ersetzt. Die Weihe fand am 5. September statt.
2005 wurde am 22. Jänner die OFK-Wahl durchgeführt. Alter und neuer Kommandant ist OBI Manfred Brugger.
2006 zog die Freiwillige Feuerwehr St. Veit am 28. Jänner in das neue FF-Haus.
2007 wurde erstmals in der St. Veiter Feuerwehrgeschichte ein dritter Löschzug gebildet.
2008 feiert die FF St. Veit ihr 130-jähriges Bestehen. Durch das ständige Wachstum der Marktgemeinde und der Feuerwehr selbst, wurde die Ortsfeuerwehr in die Klasse 3 aufgestuft. Durch die Aufstufung wurde unser OFK Manfred Brugger zum 1. St. Veiter Hauptbrandinspektor (HBI) befördert.
Feuerwehrhauptmänner und Ortsfeuerwehrkommandanten seit 1878
1878 ~ 1880 Pirnbacher Rupert
1880 ~ 1904 Seeber Josef
1904 ~ 1906 Kriechbaumer Karl
1906 ~ 1915 Posch Johann
1915 ~ 1919 Ebster Balthasar
1919 ~ 1922 Posch Johann
1922 ~ 1929 Stiefvater Josef
1929 ~ 1932 Laubichler Hans
1932 ~ 1946 Reichholf Johann
1946 ~ 1950 Schroth Franz
1950 ~ 1961 Donauer Richard sen.
1961 ~ 1962 Lechner Josef sen.
1962 ~ 1966 Ebster Karl
1966 ~ 1971 Pirnbacher Oskar
1971 ~ 1980 Reiter Alois
1980 ~ 1981 Lechner Siegfried
1981 ~ 1994 Lainer Franz
1994 ~ 1995 Klausner Sebastian als Geschäftsführer eingesetzt
1995 ~ 2000 Klausner Sebastian
2000 ~ ----- Brugger Manfred